(Sa, 27.06. - So, 28.06.2026)
Irgendwann Anfang diesen Jahres erhielt ich eine Mail.
So etwas passiert.
Menschen, die mich kennen, nutzen dieses Medium, um mich zu kontaktieren.
In dieser Mail war ein Vorschlag - jener Art, wie sie sonst vielleicht eher mir zugeschrieben werden, wo man genau weiß, was man schrittweise zu tun hat:
1. erstmal sofort Zusagen,
2. dann eine Reise fix einplanen,
3. im Anschluß durchschnaufen und
4. beginnen, sich den Kopf zu zerbrechen
Aber ich hatte ja damit gerechnet: Das weltraumaeffchen wird 50 und ich habe zur Stelle zu sein.
Bereits bei der persönlichen Vorbesprechung Mitte März in Wien, erhielt ich (ungefragt) eine weitere Platzkarte (unbekannterweise) und das obwohl (oder weil ?) ich beim Probekochen für die Hütte von den ca. 6 Sorten Knödeln gar nicht genug bekommen konnte und mit Ania die anderen beiden (Tom und insbesondere Bibi) beim Spielen abkochte - schließlich war ich zuvor ja nur für's Verkosten zuständig gewesen.
So, aber zurück in den Juni: Wir schreiben in Deutschland die heißesten Tage JEMALS. An drei aufeinanderfolgenden Tagen. In Nürnberg wird das Bitumen flüssig und die Straßenbahnen können nicht mehr rollen. Wir rollen stattdessen am frühen Morgen mit dem Auto just-in-time in den Süden.
(Sehr) frei nach Sepp Herberger: Nach dem Ball ist vor dem Berg. Der Berg dauert keine 90 Minuten.
Samstag Mittag sind wir am Arsenhaus und die 70 Minuten Aufstieg durchnäßen mich völlig. - Ok, ich war auch zu stolz (und sonst wäre das mit dem Wasser schwierig geworden), meinen Rucksack Tom im Auto mitzugeben, der uns auf halber Höhe mit den Wuffis überholt: Die hatten die Rettung-für-überhitzte-Hunde gerufen...
Aber beim Blick in die Kulisse - und mit trockenen Klamotten - sieht die Welt schon wieder ganz anders aus:
Vielleicht spielt auch ein laues Lüftchen hier am See oder der tolle Apfelstreuselkuchen, in Kombination mit schwarzem Tee mit Milch sowie einem Johannisbeer-Leitung noch eine gewisse Rolle.
Evtl. auch noch die herzliche Begrüßung von Ania, ein paar alten bekannten Gesichtern (sogar aus der Schweiz sind sie befehlsgemäß angerückt), ja sogar Bibi schließt mich in die Arme und das, OBWOHL ich sie doch im März in Wien aus dem Bett von Ania und Tom mit meinem Schnarchen sowie [ANGEBLICH] meinen Schlägen :-o ins Hundekörbchen am Boden vertrieben hatte.
Die meisten Geburtstagsgäste waren bereits am Freitag angereist und sind jetzt am Nachmittag noch auf Tagesausflug unterwegs.
So brechen wir zum Oberen Rotgüldensee (Natursee) auf. Warum wir uns das antun ?
Natürlich weil man dann zum Unteren Rotgüldensee (Stausee) hinabschauen kann:
Der obere See hat es in sich: So unscheinbar liegt er da, als könne er kein Wässerchen trüben...
Aber er hat es faustdick hinter den Ohren bzw. nicht so mit der Teilchenbewegung: Natürlich kalt, statt aufgestauter Wärme, sozusagen.
Hei, war das ... ERFRISCHEND.
Nach einer Stunde mit drei Saunagängen, ist es höchste Zeit für den letzten Gang, nämlich dem zurück und wieder hinab zur Hütte...
Unterwegs noch eine nationale Werbeanzeige:
Na, wer liebt nicht Pommes-rot-weiß-rot ?
Also ich stehe auf österreichische (Fern-)Wanderwege !
Nach der Dusche und dem Umziehen startet dann die Geburtstagsfeier bzw. eigentlich die Feier in den Geburtstag hinein so richtig. Und ich traue meinen Augen nicht: Martin, DU hier ?! - Aber auch er hat wohl in Kärnten einen "Ruf" erhalten und auch wenn er bisher alle hierher ignorierte, diesmal hat er sich wohl an die alte Weisheit erinnert:
Und wer Befell nicht beffolgt, wird bestrafft !
Wer ein Mal mit bzw. bei Ania [legendär] gefeiert hat, weiß was das heißt - allen anderen sei das mal ans Herz gelegt.
Ich kann hier an dieser Stelle LEIDER dazu jetzt nicht mehr sagen - verbietet mir meine Religion :-)
In jedem Fall gibt es bestimmt Menschen, die es für halbwegs verrückt hielten, für weniger als 24 Stunden auf einer Hütte bis zu gut 1.200 Kilometer im Auto zu verbringen (und Teile davon in OBERbayern: A9, A99, A8). Aber die waren nicht dabei...
Was man vielleicht noch ganz objektiv in der Retrospektive anmerken kann: Alleine die staunenden bis zuweilen neidischen Gesichter der zu Hause [in der Hitze] Gebliebenen zu notwendigen Leggins untendrunter, sowie Fleecepullis/Dauenjacken obendrauf beim Abtanzen, waren Rotgold und seehenswert.
Begegnungen:
- lauter liebe und nette Menschen bei einer Fete bis spät in die Nacht und darüber hinaus














